Ein Besuch über den Main: Von Samakita-Land nach Schlumberland

Am 4. Februar machte sich unser Redaktionsteam aus dem angrenzenden bayerischen Samakita-Land auf den Weg nach Schlumberland. Wir hatten gehört, dass es dort zu einer ganz bestimmten Jahreszeit außergewöhnliche Gepflogenheiten und Vorkommnissen gibt. Ja, dass das Land sich über mehrere Wochen auf dieses Ereignis vorbereitet. Noch während Geschenke ausgepackt werden und manch einer die Weihnachtsgans vertilgt, brüten die Schlumberländer bereits über den Vorbereitungen für dieses Ereignis. Fußgruppen entwerfen und nähen zu Hause fantasievolle Kostüme, und am ersten Januarwochenende schließlich fällt der lang ersehnte Startschuss für etwa 160 aktive Schlumberwagenbauer.

Dann heißt es für Groß und Klein Ärmel hochkrempeln. Am Wochenende und abends nach der Arbeit stehen sie in der Heimatbundhalle und bauen an riesigen Motiven an noch riesigeren Wagen. Da gibt es Köpfe so groß wie ein Gymnastikball und Störche fast so lang wie Giraffen, Elefanten in Lebensgröße und dann wieder Märchenschlösser, die so klein sind wie ein Mensch. An einer Ecke sieht man Kinder, die Zeitungspapier einkleistern, Frauen, die Köpfe mit rosa Farbe anmalen, Männer, die übergroße Hände oder andere Körperteile montieren und wieder andere, die Hasendraht in die richtige Form biegen. Denn der Draht dient in den meisten Fällen als Konstruktion für die verschiedenen Motive aus Pappmasché. Jeder Wagen erhält sein eigenes Motiv. Die oft lustig aussehenden Figuren erzählen eine Geschichte, die irgendetwas Aktuelles aus der Welt und dem Schlumberland zu tun hat.

Diese Vorbereitungen sind so wichtig in Schlumberland, dass sogar die Bürgermeisterin, Dagmar Nonn-Adams, vorbei kommt. Und nicht nur die: Das Prinzenpaar, das Schlumberland in der Zeit regiert, kommt jeden Samstag zur Stippvisite vorbei. Prinz Peter-Marzellin I. und Prinzessin Julia sind gekommen, um die Wagenbauer des Schlumberlandes zum Fortschritt zu beglückwünschen, ein Schwätzchen zur Aufmunterung zu halten und die gemeinsame Brotzeit zu eröffnen. Wobei Aufmuntern das falsche Wort ist, denn die ehrenamtlichen Wagenbauer sind allesamt gut drauf und genießen es, dabei zu sein.

Der Schlumberpräsident und die Sache mit den Schwellköpfen

Woher wir das alles wissen? Wir haben dem Schlumberpräsidenten, Richard Biegel,  Löcher in den Bauch gefragt! Vor unserem Besuch haben wir uns im Kindergarten einen Film über Schlumberland angeschaut und ganz viele Fragen überlegt. Der Oberschlumber hat sich fast zwei Stunden Zeit für uns genommen. Zuerst hat er uns den Kostümfundus gezeigt. Dort hängen ungefähr 4.500 Kostüme und Zubehör, die in den letzten Jahrzehnten getragen wurden und die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Nein, so alt sind die Klamotten nicht; sie sind natürlich alle nachgemacht. Da findet ihr Rokokokleider und Perücken aus dem 18. Jahrhundert, Pellerinen, Hellebarden aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, Hüte von Königen bis zum Kutscher, Indianerschmuck, Märchenkleider bis hin zu modernen Outfits, wie sie Lady Gaga trägt. Und natürlich Schwellköpfe! Was das ist? Das sind riesengroße Köpfe aus Pappmaché, die sich Menschen überziehen, um andere zu erschrecken oder zu belustigen. Ihr müsst wissen, dass sich die Menschen in Schlumberland in dieser närrischen Zeit verkleiden. Warum tun sie dies? Das hat eine ganz lange Tradition, die bis ins Altertum zurückgeht. Die Menschen schlüpfen in Rollen, die sie im normalen Leben nicht spielen. Der eine will Priester, Bettler oder Teufel sein. Männer werden zu Frauen, Frauen zu Hexen oder Nonnen und Kinder zum Engel, Marienkäfer, Cowboy oder zu Pipi Langstrumpf.

Ein schlauer Oberschlumber

Der Schlumberpräsident ist unheimlich schlau. Er ist nämlich seit 60 Jahren leidenschaftlicher Schlumber und hat uns deshalb sehr viel über die Geschichte dort verraten. Leider können wir Euch das alles unmöglich wiedergeben. Schließlich hatten wir allerhand zu tun mit Schauen, Anprobieren, Anfassen und natürlich Fragen stellen…. Auf die hat sich der Oberschlumber übrigens supergut vorbereitet. Vier vollgeschriebene Seiten hatte er dabei, damit ihm ja nichts durch die Lappen geht bei den Duzend Fragen, die wir dabei hatten. Wir wollten zum Beispiel wissen, warum die Menschen hier ‚Helau’ rufen. Dafür hat Schlumberbiegel sogar ein Gedicht extra für uns umgedichtet! Die Antworten auf alle Fragen könnt Ihr in unserer Kinderzeitung lesen bzw. in den nächsten Wochen  unter www.samakita-kinderzeitung.de downloaden. Doch zurück zu den Vorbereitungen in Schlumberland…

Nach der Kostümbesichtigung nahm Herr Schlumberpräsident uns mit in die Halle, wo wir den Wagenbauern beim Formen, Malen, Kleistern, Schweißen und Montieren zuschauen durften. Sogar zwei Kamerateams bzw. Fotografen von RTL und der Offenbach Post waren da. Ein Reporter hat sich uns gleich an die Fersen geheftet. Wahrscheinlich hat er gewusst, dass wir die richtigen Fragen stellen, oder wollte er vielleicht mehr über Samakita-Land wissen?? Schließlich sind wir die einzige Kindergarten-Kinderzeitung Deutschlands. Es war jedenfalls ein emsiges Treiben dort und ganz schön aufregend. Wir kleinen Samakita-Ländler waren ganz schön beeindruckt und überwältigt. So viele neue Eindrücke mit nur 5 Jahren! Trotzdem es eng und viel los war hat sich keiner beschwert, dass wir im Weg standen oder jemanden von der Arbeit abhalten. Das fanden wir echt toll! Dafür ein schlumbergroßes Dankeschön!

Besucher aus nah und fern

Von den Vorbereitungen und vor allem dem großen Treiben in der sogenannten 5. Jahreszeit hören auch die Schlumbernachbargemeinden, und sogar die ganze Nation weiß davon, denn in anderen Regionen gibt es ähnliche Veranstaltungen. Man hört, dass das Spektakel im ganzen Land immer am 11.11. eingeläutet wird, in den Wochen vor Aschermittwoch seinen Höhepunkt erreicht und am selbigen Tag endet.  Viele kommen extra angereist, um sich zu den hiesigen Schlumbern zu gesellen, gemeinsam durch die Gassen zu ziehen und anderen Menschen lustige Streiche zu spielen. Nach gut sechs Wochen Arbeit schließlich öffnen auch die fleißigen Wagenbauer ihre Hallentore, fahren alle Wagen hinaus und präsentieren sie einer breiten Öffentlichkeit, die sich das ganze Spektakel auch in bunten Kostümen verkleidet anschaut. Dies passiert immer am vorletzten Tag der Narrenzeit. Von was ist wohl die Rede? Richtig, vom großen Rosenmontagsumzug!

Was bedeutet „Schlumber“?

Wer sich jetzt noch fragt, woher die Schlumber ihren Namen haben, darf sich auf die Antwort freuen: In der Gegend rund um Seligenstadt gab es früher viele Schäfer mit Herden, und es wurde Flachs angebaut. Schlumben bedeutet zum einen die Tätigkeit des Reißens von Wolle und Flachs zu Fadensträngen. Und dann gibt es noch diese: Beim Weben ließ man mit einem sogenannten Schiffchen den Querfaden jeweils von der einen zu anderen Seite “schlupfen”. Daraus wurde in der Mundart das “Schlumbfen” und das “Schlumbern”. Schlumber waren im weitesten Sinne also all diejenigen, die bei diesen Arbeiten und anderswo gesellig beisammen saßen, dabei zum Zeitvertreib flachsten, sich gegenseitig auf die Schippe nahmen und ihren Spaß miteinander hatten.

Von: Snezana Galijas

Evas Evangelium: Ehem. Jungredakteurin spricht über Weihnachten, Licht und Dunkelheit

Kleinostheim, Dezember 2011. Mit jedem neuen Kindergartenjahr starten auch wieder neue Vorschulkinder mit dem Abenteuer “Neues aus Samakita-Land”. Manche Kinder sind anfangs noch still und zurückhalten, andere von vornherein die “Sprachführer”. Dass aus diesen stillen Wassern ganz tiefe Erkenntnisse fließen können, zeigt uns Eva, die im Kindergartenjahr 2010/2011 Mitglied im Redaktionsteam war. Anfangs schüchtern und zurückhaltend, begnügte sie sich in den wöchentlichen Redaktionssitzungen für lange Zeit mit der Rolle der Beobachterin und aufmerksamen Zuhörerin. Irgendwann platzte – wie bei den meisten Kindern – der Knoten und sie war wie verwandelt. Jetzt ist Eva, die mittlerweile in die erste Klasse geht, sogar so mutig, sich einer breiten Öffentlichkeit zu stellen. Im YouTube-Video erzählt sie von Licht, Dunkelheit, Weihnachten, Kerzen und vielem mehr. Sprachlich sehr bemerkenswert, wie ich finde: http://xiij.de/EvasEvangelium

Stolz sind sicher nicht nur Evas Eltern, sondern auch ich als Chefredakteurin von „Neues aus Samakita-Land“ und die Kindergartenleiterin Petra Sparn. Schließlich war Eva letztes Jahr noch „unser“ Redaktionsmitglied. Wenn alle meine Redaktionsmitglieder so prominent werden …

Was lehrt uns dieses Beispiel? Anfangs weiß niemand, wie Kinder sich entwickeln. Eltern sind oft besorgt, wissen nicht, ob ihr Kind sich normal entwickelt oder nicht. Viele versuchen gegenzusteuern und ihre Kinder gezielt zu fördern. Hat man aber die Geduld und ist frei von Zwängen oder Erwartungen, besteht die große Chance überrascht zu werden und ein völlig verändertes Kind zu erleben.

Hilfe, wann wird mein Kind endlich trocken?

 

Die Sauberkeitserziehung ist ein zentrales Thema in unserem Kindergartenalltag. Im Laufe der letzten 10 Jahre ist uns aufgefallen, dass immer mehr Familien verunsichert sind und in Folge dessen immer weniger Kinder ‚sauber’ in den Kindergarten kommen. Mit den folgenden Informationen wollen wir Eltern und Kindern Mut machen.

Wenn Ihr Kind sich normal entwickelt, sollte es zwischen dem  2. bis Ende des 3. Lebensjahres trocken werden. Zu beobachten ist, dass es oft bei Jungen etwas länger dauern kann. Voraussetzung hierfür sind bestimmte Reifevorgänge im Nervensystem, die man nicht beschleunigen kann. Ihr Kind lernt in dieser Zeit, bewusst wahrzunehmen, wann es auf Toilette gehen muss. Anfangs fällt es manchen Kindern schwer, weil sie erst lernen müssen, ihre körpereigenen Stoffe freiwillig loszulassen. Vielleicht haben sie ja schon beobachtet, dass ihr Kind gerne nach dem Topfgang den Kot oder den Urin berühren möchte und/oder damit spielen will. Das ist ein ganz normaler Abnabelungsprozess, daher bitte nicht schimpfen.

Was können Sie tun, um ihr Kind in dieser Phase zu unterstützen?

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie keinen Druck aufbauen. Die Zauberformel lautet: „Ich traue meinem Kind zu, dass es diese Hürde schaffen wird!“ Geben sie ihrem Kind Zeit. Loben Sie es viel und haben sie Geduld, denn jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus. Beobachten Sie ihr Kind und führen Sie es behutsam zum Töpfchen, oder zur Toilette. Nehmen Sie Ihrem Sohn oder ihrer Tochter die Angst, dass es ins Klo fallen könnte. Lassen Sie das Kind entscheiden, ob es auf ein Töpfchen oder auf die Toilette gehen will. Ermutigen Sie es auszuprobieren; das heißt üben Sie, wie man sich richtig auf  die Toilette/Töpfchen setzt. Fragen Sie nach, was es spürt. Gehen Sie in regelmäßigen Abständen (anfangs jede Stunde, auch wenn nichts kommen sollte). Geben Sie ihm Zeit zum Nachspüren, ob es wirklich muss und ganz wichtig: Geben Sie Ihrem Kind immer wieder positive Rückmeldungen. Zeigen Sie Mitgefühl, wenn es doch daneben gegangen ist. Schimpfen Sie bitte nicht, und vermeiden Sie Sätze wie: „Wenn du heute nicht in die Hose machst, bekommst du…..“. Kinder, die noch nicht dazu in der Lage sind, fühlen sich noch mehr unter Druck gesetzt, auch wenn Sie es als Motivation gemeint haben. Sollte Ihr Kind schon in den Kindergarten gehen, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrer Erzieherin und finden gemeinsame Wege, die Ihrem Kind  Halt geben können.

 

Bitte lassen Sie sich nicht von Misserfolgen verunsichern. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie sehr Sie sich über die kleinen, aber wichtigen Erfolgserlebnisse freuen. Viel Spaß beim Üben, denn Übung macht den Meister! Uns schenken Sie damit mehr Zeit zum Spielen, Lernen und Arbeiten mit allen Kindern.

 

 

Bilderbücher zum Thema:

  • Der kleine Klo-König
  • Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr
  • Caillou geht aufs Töpfchen
  • Luzie und Lottchen gehen aufs Töpfchen
  • Jakob und die nasse Hose
  • Müssen wir? Eine kleine Klogeschichte

 

 

Wir bitten zu Tisch: Rechte und Regeln beim Mittagessen

Die Ernährungserziehung ist ein wichtiger Teil in der Kindergartenkonzeption. Gesundheitsbewusstsein muss von Erwachsenen vorgelebt und von Kindern erlebt werden können. Mit kreativen Ideen und anregenden Aktivitäten macht gesundes Essen mehr Lust, Spaß und Freude.

Kinder haben Grundrechte…

– das Recht zu essen und zu trinken, wenn sie Hunger und Durst haben,
– das Recht auf gesunde Ernährung, aber auch auf Menschen, die sich mit den Fragestellungen auseinandersetzen.
– das Recht auf eine Essumgebung, die entspannt und kommunikativ ist, und in der sie Essen als sinnliches Ereignis erleben,
– das Recht zu lernen, die eigenen Bedürfnisse im Sinne einer positiven Entwicklung zu regulieren.

Täglich frisches Essen und viele Lernerfahrungen

Die Kinder in der Kindertagesstätte St. Markus Kleinostheim verbringen in der Regel eine lange Zeit in der Einrichtung. Bis zu 80 Kinder nehmen ein warmes Mittagessen ein, das von unserer Köchin täglich frisch und kindgerecht zubereitet wird. Das gemeinschaftliche Essen bietet den Kindern jeden Tag eine Fülle wertvoller Lernerfahrungen: angefangen bei den Tischmanieren, Regeln und Wertvorstellungen über das Kennenlernen unbekannter Lebensmittel bis hin zur Freude am Gespräch und am Entdecken. Außerdem Achtung vor der Schöpfung bis hin zum Ernährungsverhalten.

Unsere Regeln

Alle Kinder essen zur gleichen Zeit: Tiger und Tigerenten in der neuen Tagesstätte, Bären und Hasen in ihren Räumen, um eine angenehme, ruhige Atmosphäre zu gewährleisten. So können sich auch die Kleinen wohl fühlen. Die Tische werden von den Erzieherinnen im Laufe des Vormittags gedeckt. Das Gedeck besteht aus Teller, Besteck und Serviette. Wenn möglich befindet sich eine Dekoration auf dem Tisch. Jedes Kind hat seinen festen Sitzplatz, um Gerangel um die besten Plätze zu vermeiden.

Auf vitaminreiche Kost wird geachtet, und es wird stilles Mineralwasser gereicht.

Vor dem Essen beten alle Kinder mit christlichem Glauben gemeinsam. Nicht christlich geprägte Kinder hören still zu. Die Auswahl des Gebets bestimmt unser Gebetswürfel. Die Kinder dürfen reihum würfeln. Zwei ältere Kinder werden  für den Tischdienst ausgesucht. Dieser sorgt nach dem Essen dafür, dass die Tische abgewischt werden, stellt die Stühle hoch und fegt den Essraum aus. Wer 10x Tischdienst gemacht hat, bekommt eine kleine Belohnung. Beim Essen unterhalten wir uns nur am Tisch mit unseren Nachbarn.

Lieber nachholen statt wegwerfen

Das Essen steht in Schüsseln auf den Tischen und wird von den Kindern selbst genommen. Die Schüsseln werden weitergereicht. Den kleinen Kindern wird beim Auffüllen und Portionieren geholfen. Es gilt: Lieber weniger nehmen und nachholen, als wertvolles Essen wegzuwerfen. Jeder nimmt nur so viel er essen kann. Unbekannte Speisen sollen mindestens probiert werden. Wer sie dann immer noch nicht mag, muss sie nicht essen. Wir achten auf gute Tischmanieren und essen mit Besteck. Wer kann, darf mit Messer und Gabel essen. Vorschulkinder werden hierzu besonders animiert.

Die Großen übernehmen Patenschaften für die Kleinen und unterstützen diese beim Essen oder begleiten sie auf die Toilette. Die Erzieherinnen achten darauf, dass das Kind isst. Nach dem Essen räumen die Kinder ihr Geschirr auf den Geschirrwagen.

Nach jeder Mahlzeit gibt es einen Nachtisch. Dieser wechselt täglich. Nachtisch kann bestehen aus Süßspeise, Joghurt, Quarkspeise, Wackelpudding, Eis, Obststückchen, Müslischnitten und Knusperkeksen (beide selbst gebacken) oder Gummibärchen. Es richtet sich jeweils nach der Hauptspeise und trägt damit zur Ausgewogenheit der Malzeit bei.

Es gilt die Regel:

  • Süßes gibt es nur 1x
  • Obst darf beliebig viel gegessen werden
  • Wer die Hauptspeise komplett verweigert und auch nicht probiert,  bekommt keinen Nachtisch.

Die Essensregeln beim Mittagessen wurden mit dem Kinderparlament besprochen. Die Kinder des Kinderparlaments kümmern sich um die Visualisierung der Benimmregeln am Tisch. Die Tischregeln gelten für alle Kinder. Wenn alle Kinder fertig gegessen haben, werden Zähne geputzt.

 

Wir achten und respektieren die religiösen Regeln der muslimischen Familien. An Tagen, an denen es Schweinefleisch gibt, wird für diese Kinder ein Ersatzgericht gekocht. Dieses kann entweder aus Rind, Pute oder einem vegetarischen Lebensmittel bestehen.

Regeltafeln des Kinderparlaments

Zu Beginn der Amtszeit des Kinderparlaments haben sich die Mitglieder überlegt, welche Aufgaben sie sich für das Jahr vornehmen. Sie brachten ein, dass es beim Mittagessen oft zu laut und zu wild ist und beschlossen die „Benimmregeln“ festzulegen und auszuhängen, damit sie für alle Kinder sichtbar sind. Es dauerte viele Wochen, bis das Ergebnis fertig gestellt war, denn in den Diskussionsrunden traten immer wieder neue Probleme auf, für die eine Lösung gefunden werden musste. Sie stellten fest, dass das Aufschreiben der Regeln nichts nutzt, denn Kinder können nicht lesen. Die nächste Idee war, die Regeln bildlich darzustellen. Aber wie soll man darstellen, dass man beim Essen keine komischen Geräusche machen darf? Die Lösung des langen Entwicklungsprozesses war eiine pantomimische Darstellung. Alle Regeln wurden von den Kindern dargestellt, fotografiert und auf roten und grünen Karton aufgeklebt. Rote Karten sind Verbote, grüne sind Gebote. Diese hängen jetzt in jedem Essensraum.

Verbote:

  • Ich stütze den Kopf nicht mit dem Arm ab
  • Ich verwende kein Besteck, um mit anderen zu kämpfen
  • Ich stopfe den Mund nicht so voll
  • Ich mache keine komischen Geräusche beim Essen
  • Ich spreche nicht mit vollem Mund

Gebote:

  • Ich mache den Mund beim Kauen zu
  • Ich sitze ordentlich auf dem Stuhl
  • Beim Essen wird nur geflüstert
  • Ich benutze Besteck und Servietten
  • Ich trinke erst, wenn der Mund leer ist
  • Ich lade mir nur soviel auf den Teller laden, wie ich essen kann

 

 

 

 

Grenzen setzen: Warum Kinder sie brauchen

Warum sind Grenzen so wichtig?

Grenzen sind besonders wichtig, denn sie geben Halt und Orientierung. Kinder sind in dieser großen, aufregenden und für sie unüberschaubaren Welt überfordert und orientierungslos. Grenzen gehören in allen Bereichen zum Leben und begegnen uns immer wieder. Sei es, im persönlichen Bereich, z.B. weil das Kind nicht so schnell rennen wie andere oder schneller müde wird als ihm lieb ist. Oder weil andere Personen und Institutionen uns Grenzen aufzeigen, z.B. das Schwimmbad, das schon um 8 Uhr schließt, oder der Lehrer, der meine Leistungen schlechter beurteilt als ich es getan hätte.

Auf das soziale Umfeld vorbereiten

Mit dem Setzen von Grenzen bieten wir unseren Kindern also nicht nur Orientierungshilfe, sondern bereiten sie auf ihr soziales Umfeld vor. Wir legen den Grundstock dafür, dass das Kind mit sich, seinen Mitmenschen und der Umgebung auskommt. Würden wir dies nicht tun und das Kind in einer grenzenlosen Freiheit leben lassen, so würde es sich später bei jeder Grenze widersetzen, dagegen ankämpfen und sich wundern, warum jetzt nicht mehr geht, was früher immer ging. Eine Sozialisation wäre dann schwierig.

Liebe und Wertschätzung als Fundament

„Ohne Beziehung – keine Erziehung“ , denn nur wenn ein Kind Liebe spürt und seinen Eltern vertraut, kann Erziehung erfolgreich sein. Deshalb sind Liebe und Wertschätzung das Fundament, auf dem wir aufbauen können. Durch die erlebte Wertschätzung möchte das Kind seinen Eltern gefallen und sie nicht enttäuschen. Es wird in der Regel ihren Anweisungen folgen, da es die gute Beziehung nicht aufs Spiel setzen möchte. Wichtig ist, die positive Verhaltensweise anzuerkennen und zu verstärken.

Kinder brauchen konsequente Eltern mit Überblick

Natürlich gehört es dazu, dass Kinder testen, wie weit sie gehen können. Hier ist es wichtig, klare und feste Grenzen zu setzen. Kinder brauchen Halt und das Gefühl, dass ihre Eltern wissen, wo es lang geht. Was heute erlaubt ist, darf morgen nicht verboten sein und umgekehrt. Anweisungen und Regeln sollten altersgerecht sein, da Kinder sich sonst überfordert fühlen. Beide Elternteile sollten sich über die gesetzten Regeln und Grenzen einig sein, um das Kind nicht zu verunsichern.

Für eigenes Handeln verantwortlich sein

Wird aber doch eine Grenze überschritten, muss eine Konsequenz folgen. Wichtig ist, das Kind nicht willkürlich zu bestrafen. Es sollte vielmehr eine logische Konsequenz auf das Verhalten des Kindes folgen. Beispiel: Luisa springt mit ihren Straßenschuhen in die Wasserpfütze, obwohl ihr die Mutter erklärt hat, was dann passiert. Als Luisa wieder zu Hause ist und ihre Freundin zum Spielen klingelt, zeigt die Mutter ihr die nassen Schuhe und erklärt, dass sie so nicht rausgehen kann. Oder: Paul möchte seinen Teller nicht abräumen. Also bleibt er stehen, und Paul wird bei der nächsten Mahlzeit bemerken, dass nun kein Platz für sein Essen ist. Auf diese Weise lernen Kinder, für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen.

Fazit: Grenzen sind wichtig, um Kindern Orientierung in einer unüberschaubaren Welt zu geben und sie auf das soziale Leben vorzubereiten.

 

 

Rettungssanitäter zu Besuch im Kindergarten

Wir Tigerenten haben immer sehr viel Kraft, nur leider manchmal etwas zu viel und wir wissen nicht wohin damit, so dass wir das Kämpfen anfangen und uns schlagen. Unseren Erzieherinnen gefällt das gar nicht und sie wollten uns mal zeigen, wie gefährlich es sein kann, wenn man sich boxt. Sie haben extra für uns Herr Degant (Papa von Adrian) zu uns in die Tigerentengruppe eingeladen. Der arbeitet nämlich im Rettungswagen als Sanitäter. Als erstes haben wir über Verletzungen gesprochen und jeder durfte sich melden, wer schon einmal geblutet hat. Dann hat uns Herr Degant erklärt, dass es nicht ganz so schlimm ist, wenn wir bluten, weil wir das Blut ja sehen und wir ein Pflaster oder sogar ein Verband darum machen können. Danach hat er uns aber mit Hilfe eines Buches gezeigt, dass man auch im Körper bluten kann. Das sieht man nicht gleich und ist ganz gefährlich. Das passiert z.B., wenn man sich gegenseitig in den Bauch schlägt. In unserem Bauch sind die Organe, die auch verletzt werden können, und dann funktionieren sie nicht mehr richtig, und das ist dann ganz gefährlich für uns.

Dann haben wir noch über das Blut und unser Herz im Körper gesprochen. Herr Degant hat extra für uns ein Stethoskop mitgebracht. Wir durften alle mal den Herzschlag von Adrian hören. Bei Kindern schlägt nämlich das Herz schneller als bei Erwachsenen, und somit konnten wir es bei Adrian richtig gut hören. Als jeder einmal dran war, ging es zum Schluss noch um unseren Blutdruck. Dafür gibt es auch ein Gerät, um den zu messen – ein Blutdruckmessgerät. Da kann man Luft reinpumpen und dann sieht man an einem Zeiger die Zahl und weiß, wie hoch der Blutdruck ist. Jeder, der sich getraut hat, durfte einmal das Gerät an seinen Arm machen. Dann hat Herr Degant Luft reingepumpt und mit seinen Fingern an unserem Handgelenk den Puls gespürt. Für uns Kinder war das noch ein bisschen schwierig, wir haben noch nicht so viel gemerkt. Aber toll war es trotzdem für uns alle. Wir haben ganz viele interessante Sachen gelernt und wissen jetzt, was passieren kann, wenn man sich zu doll schlägt.

Danke Herr Degant!

 

Andere Menschen, andere Sitten: internationale Begrüßungsrituale

Wusstest du, dass es auf der Welt ganz unterschiedliche Begrüßungsrituale gibt? In Deutschland, Europa und Amerika schüttelt man Hände oder nimmt den Hut ab. Aber es gibt auch sehr lustige Rituale. Hier die witzigsten:

Assyrer: Kleider hergeben. Mongolen, Malayen, Birmanen und Lappen: Sich gegenseitig die Wangen beriechen, sich mit der Nase berühren und reiben.
Polynesier: Mit den Händen des anderen über das eigene Gesicht streicheln.
Abessinier: Sich bis zum Gürtel entblösen.

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Jordan erzählt Frau Sparn im Flur: “Ich kann auf dem Seil balancieren!” Frau Sparn:“ Das ist aber toll!“Jordan:“ Ich kann auch am Seil entlang hangeln!“ Frau Sparn:“ Mensch Jordan, wo hast du das denn alles gelernt?“ Jordan:“ Das hab ich geträumt!“

Vincent macht einen Witz über seinen Namen: “Zwei Männer treffen sich in einer Gaststätte. Sagt der Eine:“ Hallo, ich heiße Vincent.“ Sagt der Andere:“ Ich heiße Robin.“„ Du kannst auch Vin sagen, dann sparst du dir immer einen Cent!“

Waldwoche 2011: Emma sieht im Wald zwei Jogger und ruft ganz begeistert:“  Schau mal, da sind Renntiere!“

Jonah (5 Jahre) kommt zu seiner Mama und zeigt ihr seine bemalte Hand. Die Mama meint „Oh, du hast deine Hand bemalt.“ Jonah: „ Nein, habe ich nicht. Ich bin nur mit dem Stift abgerutscht!“

Jonah (gerade drei Jahre):“ Papa, wieso hast du Haare auf dem Arm, die gehören doch auf den Kopf.“

Gespräch zwischen Papa und Jonah (fast vier Jahre):“ Gute Nacht Jonah, ich muss diese Woche wieder nach Karlsruhe arbeiten. Aber ich werde zwischendurch einmal heim kommen.“ „Ja Papi, du musst nämlich den Müll runter bringen.“

Zwei Pferde treffen sich im Zoo. Das eine sagt zum anderen:“ Unerhört, es ist schon fast 15 Uhr und das Zebra da drüben ist immer noch im Schlafanzug!“

Zwei Hunde treffen sich. Bellt der eine:“ Wuff!“ Der andere meint:“ Kikeriki!“ Fragt der erste:“ Was ist mit dir los?“„Ja“, sagt der andere,“ heutzutage muss man Fremdsprachen können!“

Maus und Elefant sind zusammen am Strand. Der Elefant schläft, während die Maus schwimmen geht. Als der Elefant wach wird, ruft er ganz laut nach der Maus. „Maus, komm aus dem Wasser!“ Nach mehrmaligem Rufen kommt die Maus völlig genervt aus dem Wasser und fragt:“ Was ist denn los?“ Da sagt der Elefant:“ Nix, ich wollte nur mal sehen, ob du meine Badehose anhast.“

Ein Zauberer ruft einen Jungen aus dem Publikum auf die Bühne. Dort gibt er ihm die Hand und sagt:“ Nicht wahr mein Junge, du hast mich noch niemals vorher gesehen, oder?“ Sagt der Junge:“ Nein, Papa noch nie!“

 

 

Was passiert bei Stromausfall?

In unserem Kindergarten ist der Strom ausgefallen, und wir wussten nicht warum. Wir haben unseren Elektrokasten rausgeholt und einen Stromkreislauf nachgestellt. Zuerst brauchten wir Batterien, Verbindungsleisten und eine Lampe. Wir haben alles miteinander verbunden, dass keine Lücke mehr da war und dann die Lampe darauf gesetzt. Und jetzt hat die Lampe geleuchtet, weil alles verbunden war und der Strom aus der Batterie zur Lampe fließen konnte und wieder zurück. Wenn der Stromkreislauf irgendwo unterbrochen ist, leuchtet die Lampe nicht mehr. Deswegen wissen wir jetzt, dass der Stromkreislauf bei unserem Stromausfall unterbrochen war. Es kam dann ein Mann und hat es wieder repariert. Der Mann heißt Elektriker, weil er mit Elektrizität arbeitet. Das ist nämlich Strom. Die Frau Sparn musste extra den Mann holen, weil sie nicht wusste, warum unser Strom nicht ging.

Dabei ist das doch ganz klar: weil der Stromkreislauf unterbrochen war!!

Von Leonie, Vincent, Lea und Diego

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Es gibt lokale, regionale und überregionale Stromausfälle. Lokal heißt: bei euch zu Hause, regional in der Stadt oder einem Stadtteil und überregional, wenn beispielsweise starke Schneefälle oder andere wetterbedingte Gründe das Stromnetz lahm legen.

Längere Stromausfälle können unangenehme Folgen haben, z.B.:

  • Beleuchtung: Elektrisches Licht, Ampeln, Signale fallen aus. Ebenso elektrische Rolladenantriebe.
  • Mobilität: Aufzüge, Skilift, Seilbahn oder Parkhausschranken fallen aus.
  • Wärme: Die Heizung/Lüftung bzw. Klimaanlage fällt aus, Elektroheizungen aber auch Öl- und Gas-Zentralheizungen haben ohne elektrischen Strom keine Steuerung, keinen Zündfunken und keine Umwälzpumpe.
  • Lebensmittel: Lebensmittel werden im Kühlschrank nicht länger gekühlt und können bei einem längeren Stromausfall zum Verzehr nicht mehr geeignet sein. Tiefkühlkost taut auf und darf nicht mehr eingefroren werden.
  • Kochen: Elektroherd, Mikrowelle, Kaffeautomat, Wasserkocher funktionieren ohne den elektrischen Strom nicht.
  • Nachrichten: Rundfunk, Fernsehen und Radio funktionieren nicht.
  • Kommunikation: Mobilfunk, Festnetz sowie Computer und Internet stehen bei längeren Stromausfällen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung.
  • Geld: Hardware und Geldautomaten von Banken sind meistens nicht funktionsfähig.
  • Einkaufen: In Supermärkten gibt es meist Einschränkungen, da weder Kassen, noch die Kühlung der Lebensmittel funktionieren.
  • Treibstoff: Die meisten Tankstellen haben weder einen Stromerzeuger, noch eine Einspeisevorrichtung für einen Stromerzeuger. Ohne Strom lässt sich der Kraftstoff nicht von den unterirdischen Tanks zu den Zapfsäulen pumpen.
  • Wasser: Bei einem längeren Stromausfall fallen Trinkwasseraufbereitung und Abwasserentsorgung mit Pumpen aus. Bei Wasserversorgungsnetzen, welche durch das natürliche Gefälle und ohne Pumpen betrieben werden, hat ein Stromausfall auf die Versorgung nur geringe Auswirkung.

(Auszug aus Wikipedia)

Zum Glück gibt es in vielen öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen einen Notstrombetrieb. Dieser schaltet sich ein, wenn der allgemeine Strom ausfällt, z.B. in Krankenhäusern, damit die Apparate dort weiter funktionieren können. Sonst würden viele Menschen schnell sterben. Auch beim Wasser- oder Gaswerk, im Straßenverkehr, bei der Eisenbahn oder Flugsicherung, gibt es solche Notstromaggregate.

Wir basteln und binden unser eigenes Buch

Wir Vorschulhasen haben ein Buch gemacht über „Das kleine Ich-Bin-Ich“. Zuerst haben wir die Geschichte gehört, und dann haben wir beschlossen, ein Buch über das „Ich–Bin-Ich“ zu machen.

Jede Woche haben wir ein Bild zu dieser Geschichte gemalt. Das war viel Arbeit, weil jedes Bild anders aussehen sollte. Wir haben folgende Techniken verwendet: Wir haben mit Wachs gemalt, mit Wasserfarben gepustet, geprickelt, geknüpft, gestempelt, gewischt, geschnitten, mit Buntstiften und Glitzerfarbe gemalt, Fingerdruck gemacht, gefaltet, gerissen und aufgeklebt, gestickt, mit Glitzerklebefolie und Watte gearbeitet, mit Sieb und Zahnbürste gespritzt, mit Cuttermesser geschnitten, mit Wachsmalstiften und Pastellkreide gemalt, mit Schablonen und Spitzerdreck Seifenblasen gezaubert. Das letzte Bild haben wir einfach mit Holzstiften gemalt.

Nachdem die Bilder fertig waren sind wir zum Buchbinder Toni Sommer nach Schweinheim gefahren. Der hat uns gezeigt, wie man Bücher macht. Zum Buch machen brauchen wir: 2 Einbanddeckel, 2 Stege, Leim, Pappe, Leinen, Schrauben, Lineal, Papier, Pinsel und Bleistift.

Im Kindergarten haben wir die Einbanddeckel bezogen. Zuerst mussten wir mit Leinen den  Einbanddeckel und den Steg verbinden. Dann haben wir Papier auf den Einband geklebt. Mit Maleisen, Wachsfarben und Heißluftgerät wurde es ganz bunt. Zum Schluss haben wir den Titel: „Das kleine Ich-Bin-Ich“ draufgeschrieben.

Der Buchbinder musste das Buch lochen und hat Schrauben reingeschraubt. Jetzt ist es fertig. Ein ganzes Jahr haben wir an unserem Buch gearbeitet und es hat ganz viel Spaß gemacht.

Wir machen unser eigenes Buch

Anleitung zum Prickeln:

Das wird benötigt:
Prickelnadel
Unterlage (spezielle Prickelmatte oder Moosgummi)
Stift
Optional: Drucker, Schablone
Papier/ Tonkarton

Anleitung:
Zeichne das Motiv auf das Papier. Benutze dafür eine Vorlage, eine Schablone oder deine Fantasie. Lege nun das Papier auf die Unterlage. Steche mit der Prickelnadel auf den vorgezeichneten Linien deines Motivs ein, sodass sich entlang der Linie viele kleine Löcher direkt aneinanderreihen. Bearbeite dein Motiv so lange, bis du es herauslösen kannst. Vorsicht: Reiße nicht zu fest am Papier, sonst kann es reißen!

 

Eine Reise um die Welt

Unser Gruppenthema heißt „Eine Reise um die Welt“. Gerade malen wir ein Bild von Paule Puhmanns Boot. Beim Sommerfest hatten wir das gleiche Thema, und das hat uns so gut gefallen. Letzte Woche haben wir uns über Amerika unterhalten. Frau Bachmann hat uns eine Geschichte vorgelesen von einem Jungen aus Amerika. Der Junge heißt Raffael. Mit Sabrina haben wir Pancakes gebacken. Wisst ihr, was das ist? Das sind Pfannkuchen. Pan heißt Pfanne, und cake heißt Kuchen. Wir haben auch die amerikanische Flagge angesehen. Die hat weiße Sterne mit einem blauen Hintergrund, und sie hat rote und weiße Streifen. Dann haben wir noch ein Lied gelernt, das war ganz in Englisch. Und wisst ihr, was ein Apple-pie ist? Das ist ein leckerer Apfelkuchen, und den haben wir auch noch gebacken.

Amerikanische Original-Pancakes zum Selbermachen:

Zutaten für 3 Personen:

200g Mehl
1 TL Backpulver
1 großes Ei
1 Tüte Vanillezucker
1 Prise Salz
Milch nach Bedarf
Butter für die Pfanne

Zubereitung:

Ei trennen. Mehl, Backpulver, Eigelb, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und mit dem elektrischen Mixer verrühren. Milch langsam unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Den Teig ausgiebig mixen. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben. Butter in der Pfanne erhitzen und bei mittlerer bis stärkerer Hitze die ca. 8 cm großen Pancakes in 2-3 Minuten pro Seite goldbraun braten. Die heißen Pancakes kann man mit mit Butter und Ahornsirup servieren.

Blueberry Pancakes:

1 großes Ei
3 Eiweiß
250g Magermilchjoghurt
50ml Milch
75g Apfelmus
75g Zucker oder Fruchtzucker
2 TL Natron
175g Mehl
Heidelbeeren, frisch oder tiefgekühlt
1 Prise Salz
1 Prise Vanillezucker
etwas Öl

Zubereitung:

Eigelb mit Joghurt, Milch, Zucker, Salz, Apfelmus und Vanillezucker in einer Schüssel verrühren; nach und nach Mehl und Backpulver hinzufügen und glatt rühren. Eiweiße steif schlagen und unter den Teig heben. Eine Teflonpfanne  mit wenig Öl auswischen und die Pfannkuchen darin ausbacken. Dafür etwas Teig hineingeben, mit Blaubeeren bestreuen und nur einmal wenden. Menge: Etwa 24 Pfannkuchen.